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8. Dezember 2020 | Impuls

Suchet der Stadt Bestes und betet für sie zum HERRN; denn wenn’s ihr wohlgeht, so geht’s euch auch wohl. (Jeremia 29,7)

Zum Bibelvers, der zum Monatsspruch für Oktober 2020 gewählt wurde, habe ich eine besondere Beziehung. Bei der SMD Darmstadt hatte ich jahrelang ein Gebetsfrühstück beherbergen dürfen. Und bei einem solchen Gebetstreffen hatte ich den Eindruck, dass ich einer Teilnehmerin diesen Bibelvers sagen sollte. Das habe ich dann auch getan und sie wurde durch diesen Vers sehr angesprochen, der in ihre damalige Situation hineinsprach.

Auch wir nutzen diesen Vers immer wieder als Motto, nämlich um Menschen vor Ort zu erreichen. Und was kann den Menschen Besseres passieren, als den lebendigen Gott kennenzulernen? Aber was hatte dieser Vers dem ursprünglichen Leser zu sagen?

Schauen wir erst einmal in den Text selbst hinein, in seine Umgebung und seine Situation. Die Worte sind an die Menschen gerichtet, die ins Exil nach Babel verschleppt worden sind. Israel lag am Boden, das Volk war zerstreut, Jerusalem zerstört. Es ging also nicht um Jerusalem in dieser Aufforderung, sondern um den Ort, in den die Juden verschleppt worden sind. Die Botschaft kann so zusammengefasst werden: „Baut euch eine Zukunft dort auf, wohin ich euch habe verschleppen lassen. Richtet euch auf eine lange Zeit des Exils ein.“ Das könnte den Leser zur Verzweiflung bringen. Wäre da nicht auch eine Zusage: „Macht euch keine Sorgen, eure Nachkommen werde ich wieder nach Jerusalem zurückführen.“ Und Gott spricht: „Ich habe über euch Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung.“

Vielleicht kannst du dich ein wenig in die ersten Leser dieser Worte hineinversetzen. Vielleicht fühlst du dich auch gerade wie in einer Verbannung. Irgendwie ist dieser Ort komisch, an dem du bist. Irgendwie ist diese Gemeinde, die du gefunden hast, komisch. Bin ich hier richtig? Sollte ich vielleicht danach streben noch irgendwo anders eine Gemeinde zu finden oder an einen anderen Ort ziehen? Schließlich haben wir ja eine große Wahl- und Bewegungsfreiheit, was das betrifft. Das hatten die Juden damals nicht.

Vielleicht hilft dir dann dieser Vers aus Jeremia, um eine neue Perspektive auf deinen Ort oder deine Gemeinde zu bekommen. Du könntest zunächst erst einmal anfangen für die Menschen in deinem Umfeld zu beten – für die Menschen deiner Stadt oder deiner Gemeinde. Du kannst sie im Namen Gottes segnen. Du kannst schauen, was du ihnen Gutes tun kannst, wenn sie sich darauf einlassen. Wo hast du Talente und andere Möglichkeiten, um etwas vor Ort zu bewirken?

Ja, Gott stellt uns manchmal vor große Herausforderungen. Und er gibt uns Freiheiten, damit wir unser Leben gestalten, auch mit unseren Vorstellungen. Läuft es dann aber mal nicht so, wie wir es uns wünschen, so wissen wir trotzdem: Gott hat gute Gedanken über uns.