FeG Deutschland

Bund Freier evangelischer Gemeinden in Deutschland KdöR

Gemeinde vor Ort suchen und finden

Kontakt zum Bund FeG

FEG INFO | Newsletter abonnieren

Jetzt den Bund FeG fördern und unterstützen

FeG-Arbeitsbereiche

Institut Gemeindeentwicklung und Leiterschaft | IGL

FeG Ältere Generationen

FeG Aufwind-Freizeiten

FeG Auslands- und Katastrophenhilfe

FeG Diakonie | DAG

FeG Evangelisation | Praxisinstitut

FeG Frauen

FeG Freiwilligendienste

FeG Gemeindegründung

FeG Gesprächskreis für soziale Fragen | GsF

FeG Jugend

FeG Kinder

FeG Medien und Öffentlichkeitsarbeit | Presse

FeG Pfadfinder

FeG Sanitätsdienst

FeG Seelsorge

FeG Theologische Hochschule

FeG-Arbeitskreise

FeG Historischer Arbeitskreis | HAK

FeG Internationale Gemeindearbeit in Deutschland | AK IGAD

 

25. Januar 2023 | Impuls

Nichts ist unmöglich

Wenn einige diese Überschrift lesen, werden sie wahrscheinlich mit dem Namen eines japanischen Autoherstellers antworten, der diese drei Worte eine Zeit lang als Werbeslogan im deutschsprachigen Raum verwendete. Aber ich möchte an dieser Stelle nicht über Autos schreiben, sondern über einen Bibelvers in Verbindung mit einem Lied.

Das Lied heißt „Ein Gott, der das Meer teilt“ und ist von Timo Langner. Wir haben es auf der Pastorentagung auf Langeoog jeden Tag während unserer Veranstaltungen gesungen. Das Lied erzählt davon, welche unmöglichen Dinge Gott durch seine Macht möglich gemacht hat. Lahme gehen, Blinde sehen, Taube hören. Durch Jesus wurde Lazarus wieder lebendig und Gott teilte das Meer, damit die Israeliten vor dem ägyptischen Heer flüchten konnten. Das Lied erreicht seinen Höhepunkt in der Aussage „Unmöglich ist keine Option“, die mehrfach wiederholt wird.

Der zugrunde liegende Bibeltext findet sich am Anfang des veröffentlichten Musikvideos. Der Vers ist im Lukasevangelium zu finden:

»Was für die Menschen unmöglich ist, das ist für Gott möglich.« (Lukas 18,27 – Gute Nachricht Bibel)

Im Vorfeld hatte Jesus mit einem jungen Mann, der sehr wohlhabend war, ein Gespräch über Nachfolge. Jesus forderte den Mann auf seinen Besitz zu verkaufen und das Geld an die Armen zu verteilen. Der junge Mann war traurig über diese Aussage und es bleibt offen, ob er irgendwann ein Nachfolger Jesu wurde. Jesus sagt nun, dass es für einen Reichen schwer ist in Gottes Reich zu kommen. Aber bei Gott ist alles möglich.

Da wir das Lied sehr oft auf Langeoog gesungen haben, blieb es natürlich bei mir hängen. Ich neige zu „Ohrwürmern“ und zu Hause habe ich das Lied auch oft gesungen. Das brachte mich dazu darüber nachzudenken, was ich Gott eigentlich alles zutraue. Traue ich ihm zu, dass er auch schlimmste Krankheiten heilen kann? Traue ich ihm zu, dass er Menschen eine Begegnung mit ihm selbst schenkt, so dass sie an ihn glauben können und eine lebendige und dauerhafte Beziehung mit ihm beginnen? Traue ich ihm auch zu, dass er Kriege beendet, mächtige Despoten abberuft, Katastrophen Einhalt gebietet?

Dieser Gedanke ist für mich immer wieder eine Herausforderung, weil er meinen Glauben und mein Vertrauen an Gott hinterfragt. In einem Moment kann ich „Ja“ sagen und im nächsten Moment schon wieder zweifeln, dass er gerade bei einer bestimmten Person so handelt. „Unmöglich!“ oder doch nicht? Habe ich nicht auch die Erfahrung gemacht, dass viele Menschen für einen lieben Freund gebetet haben und er dann letztendlich doch gestorben ist? Aber bei anderen Personen hat er doch scheinbar gehandelt!

Ich darf mit meinen Zweifeln zu Gott kommen und sie ihm bringen. Ich kann ihn darum bitten, dass er meinen Glauben gerade in den schwierigen Zeiten stärkt, so dass ich auch in scheinbar ausweglosen Situationen sagen kann: „Bei meinem Gott ist nichts unmöglich!“

P.S.: Unter folgendem Link kommt ihr direkt zum besprochenen Video.