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22. März 2022 | Impuls

Mutig und stark sein im Glauben

Ich möchte diese Andacht mit drei Erlebnissen beginnen, die ich innerhalb von 24 Stunden hatte.

Ich mache während einer Fahrradtour eine Pause. Während ich esse, lese ich die neuesten Schlagzeilen. Mich erschüttert die Nachricht, dass mein katholischer Kollege in meinem Wohnort am Abend zuvor überfallen wurde. Die Täter wollten wohl an das Geld, das die Sternsinger gesammelt hatten. Er wird gefesselt und die Gemeindekasse wird gestohlen. Ich bin betroffen und empört und frage: „Was ist nur mit dieser Welt los?“

Auf dem Rückweg der Fahrradtour werde ich von einem jungen Mann um Hilfe gebeten. Er wirkt auf mich hilfsbedürftig und ich halte an. Er bittet mich seinen Betreuer anzurufen, damit er mit ihm sprechen könne. Recht schnell merke ich aber während des anschließenden Telefongesprächs, dass er gar nicht so hilflos ist, sondern etwas ganz anderes mit dem Telefonat erreichen will. Ich bin empört, weil meine Hilfsbereitschaft ausgenutzt wurde. Und wieder frage ich: „Was ist nur mit dieser Welt los?“

Am Abend kreist minutenlang ein Hubschrauber über dem Wohngebiet, in dem ich wohne. Das laute Geräusch der Rotoren weckt nicht nur meine Aufmerksamkeit. Am nächsten Tag lese ich die Nachricht, dass ein nahegelegener Kiosk von zwei jungen Menschen überfallen wurde und der Hubschrauber bei der – erfolglosen – Suche, helfen sollte. Und wieder frage ich: „Was ist nur mit dieser Welt los?“

Drei Ereignisse, die mir „nahe“ gehen, weil sie sich in meiner Nähe abspielten. Und wenn ich den Fokus meiner Beobachtungen erweitere, wenn ich nicht nur meine nähere Umgebung betrachte, sondern auch unsere Stadt und unser Land, kommt in mir immer wieder die Frage auf: „Was ist nur mit dieser Welt los?“ Ich könnte nun mit den Aussagen Jesu ganz emotionslos analysieren, dass er schon vorhergesagt hat, dass es so kommen wird. Betroffen macht mich das trotzdem. Ich könnte den Kopf in den Sand stecken und versuchen gar nichts mehr wahrzunehmen und resignieren. Aber auch das erscheint mir nicht richtig. Da lese ich auf einer Segenskarte den folgenden Spruch von Paulus:

„Wachet, steht im Glauben, seid mutig und stark!“ (1. Korinther 16,13)

Und ich fasse in aller Entmutigung neuen Mut. Der Zustand der Welt darf mich betroffen machen. Aber diese Betroffenheit soll mich nicht bestimmen. Im Glauben an Jesus Christus kann ich jederzeit neuen Mut schöpfen. Mein Leben und mein Blick auf diese Welt sollen durch eine lebendige Beziehung zu ihm geprägt sein. Ich kann für die Situationen beten, die mich empören und die mich betroffen machen. Ich kann Gott um sein Eingreifen bitten. Ich glaube daran, dass wir einen Gott haben, der sich vom Zustand seiner Welt betreffen lässt und der eingreift und auch unsere Gebete erhört. Und in der Beziehung zu Gott kann ich auch fragen, welchen Beitrag ich leisten kann – wie ich mutig und stark etwas in seinem Sinne tun kann.

Was ermutigt dich und gibt dir Kraft in diesen Tagen?