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3. Juni 2023 | Impuls

Ein Segen zum Schluss

Der Monatsspruch für den Juni ist ein Segen, den Isaak ausspricht: Gott gebe dir vom Tau des Himmels und vom Fett der Erde und Korn und Wein die Fülle. (Genesis 27,28)

Das ist doch ein schöner Wunsch für die Zukunft. Dir soll es an nichts mangeln, sondern du sollst immer genug haben. Gott schenke dir das Beste vom Besten. Und du sollst mit allem überreich beschenkt werden.

Hinter diesem Segen steckt jedoch eine tragische Geschichte, die sich zwischen zwei Brüdern abspielt. Isaak hat mit seiner Frau Rebekka Zwillinge: Esau und Jakob. Eigentlich will Isaak am Ende seines Lebens seinem älteren Sohn Esau diesen Segen zusprechen. Aber Rebekka und Jakob überlisten den alten Mann und der jüngere erschleicht sich den Segen.

Kann man sich eigentlich einen Segen erschleichen? Kann man einem anderen einen Segen stehlen? Ich glaube nicht, dass Gott da mitmachen würde. Schließlich ist er der Allmächtige und er segnet, wen er segnen möchte. Ich glaube nicht, dass Gott überrascht von dem war, was da in der Familie passiert ist. Schließlich hatte er Rebekka schon vor der Geburt gesagt, dass der Ältere dem Jüngeren einmal dienen werde.

Der Segen ist über Jakob ausgesprochen, für Esau bleibt nichts übrig. Aber die Erfüllung des Segens für Jakob lässt auf sich warten. Es folgt ein jahrelanges Zerwürfnis zwischen den ungleichen Zwillingen. Jakob muss vor seinem Bruder fliehen und wird von seinem Onkel betrogen. Der Betrüger wird zum Betrogenen. Aber ganz langsam und stetig beginnt dieser Segen in der Fremde Wirklichkeit zu werden. Gott vermehrt den Besitz und die Familie Jakobs wächst. Zwischenzeitlich begegnet Jakob sogar Gott selbst und erhält den Namen Israel. Und letztendlich kommt es auch zu einem Wiedersehen mit seinem Bruder.

Auch in unserem Gemeindeleben segnen wir und werden wir gesegnet. Kleine Kinder und ihre Familien segnen wir im Namen des dreieinigen Gottes. Jeder Gottesdienst endet mit einem Segenswunsch für die neue Woche. Mitarbeiter werden für ihren Dienst gesegnet, verbunden mit dem Wunsch, dass sie Kraft und Freude von Gott erhalten und ihre Arbeit auch Früchte trägt. Wir bitten um Segen, wenn Veränderungen in unserem Leben anstehen. Das sind gute Wünsche, die wir jemandem auf dem Weg mitgeben. „Segnen“ heißt, dass man Gutes über jemanden ausspricht. Und wenn wir jemandem Gutes wünschen, dann bin ich mir sicher, dass Gott sich dazustellt – denn er möchte, dass uns Gutes widerfährt.

Der Segen Isaaks ist ein Segen, den ich im übertragenen Sinne auch gerne euch als Gemeinde auf eurem weiteren Weg mitgeben möchte:

Gott schenke euch immer mehr seine Erkenntnis und gebe euch seine Weisheit. Er schenke euch Mitarbeiter, die zupacken und bereit sind neue Arbeiten zu starten, die Frucht bringen. Er schenke euch, dass Menschen zum Glauben an Jesus Christus kommen, dass sie im Glauben wachsen und ihre Gaben entdecken, die Gott ihnen schenkt. Er schenke euch die Finanzen, die ihr benötigt – und noch mehr, so dass ihr davon anderen abgeben könnt. Und er schenke euch seinen allumfassenden Frieden, seinen Schalom. Der HERR sei mit euch!