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1. Juni 2021 | Impuls

Alles zu seiner Zeit

Der April läutet in diesem Jahr die beiden Monate mit den meisten Feiertagen ein. Das Kirchenjahr steuert auf einen seiner Höhepunkte zu – Karfreitag und Ostern im April, gefolgt von Christi Himmelfahrt und Pfingsten im Mai. Doch viele fragen sich: Wie wird es in diesem Jahr? Ich kann auf die Umstände angesichts der Corona-Pandemie keine Antwort geben.

Wir können jedoch diese Feiertage nutzen und uns auf die jeweilige Festzeit ausrichten. In Prediger 3,1 heißt es:

Alles hat seine Zeit. Alles auf der Welt hat seine ihm gesetzte Frist.

Alles hat seine Zeit. Der Prediger zählt dazu ein paar Beispiele auf, was jeweils seine eigene Zeit hat. Da ist von positiven Dingen die Rede: Geburt, Lachen, Pflanzen, Bauen. Und dem gegenüber stehen die Dinge, die ich als gar nicht so positiv empfinde: Sterben, Weinen, Ausreißen, Abreißen.

Alles hat seine Zeit. Auch die Feiertage und die dazugehörigen Feste haben ihre Zeit. Ja – Karfreitag, Ostersonntag, Christi Himmelfahrt und Pfingsten gehören zusammen. Der eine Feiertag macht ohne den anderen keinen Sinn. Ohne den Kreuzestod von Jesus Christus am Karfreitag kann es keine Auferstehung am Ostersonntag geben. Die Himmelfahrt würde keinen Sinn ohne Ostern ergeben, weil dann die Vergebung unserer Sünden nicht zustande gekommen wäre und Jesu Mission, die Versöhnung Gottes mit seinen Menschen, noch nicht vollendet wäre. Und Pfingsten würde ohne Christi Himmelfahrt keinen Sinn machen, weil der Heilige Geist dann nicht auf alle Menschen hätte kommen können, wäre Jesus nicht zu Gott, dem Vater zurückgekehrt.

Ja – eins hängt mit dem anderen zusammen. Aber alles hat seine Zeit. Und so lasst uns den Karfreitag mal als Karfreitag spüren, ohne schon auf die Auferstehung zu schielen. Lasst uns darauf schauen, was da passiert ist – die Betroffenheit der Jünger spüren. Das, was da am Kreuz von Golgatha passiert ist, gilt auch für uns – die Vergebung unserer Sünden durch den Tod Jesu. Lasst uns die Freude am Ostersonntag spüren – Jesus lebt! Er hat den Tod besiegt! Lasst uns die Ratlosigkeit der Jünger an Himmelfahrt spüren – das Abwarten. Was kommt denn jetzt, nachdem Jesus uns hier zurückgelassen hat? Lasst uns staunen über das, was an Pfingsten passiert ist. Herzliche Einladung dazu auch mal das Lukasevangelium und die Apostelgeschichte aus der Bibel zu lesen.

Alles hat seine Zeit. Und ich möchte noch auf den zweiten Teil des Verses aufmerksam machen, den der Prediger schreibt: Alles auf der Welt hat seine ihm gesetzte Frist. Auch die Corona-Pandemie hat eine von Gott gesetzte Frist. Wir wissen nicht, wann sie „unter Kontrolle“ sein wird, zumindest aus menschlicher Sicht. Aber Gott hatte nie die Kontrolle über uns, unsere Welt und das Corona-Virus verloren. Jesus Christus ist der Sieger! Und in diesem Bewusstsein können wir auch die Feiertage im April und Mai fröhlich und dankbar begehen.